TAG 1

Es war ein schöner Sommertag. Heute hatte John endlich einmal die Zeit, die ihm all die Jahre gefehlt hat. Kein Stress. Keine Verpflichtungen. Gewappnet mit einem Strandkorb voller lebensnotwendiger Dinge wie Bier, Knabberzeug und einer ranzigen Picknickdecke legte er sich mitten in den größten Park seiner Stadt, Evertown. Das Gras war grün, es leuchtete förmlich und die Sonne lachte ihn an. Die gute Laune sprudelte förmlich aus ihm heraus. Um ihn herum spielten einige kleine Kinder, man konnte ihnen das Glück ansehen. Evertown war keine große Stadt, eigentlich war es vielmehr ein Dorf. Ein Dorf voller kauziger, alter Männer und Menschen, die man sonst meiden würde. Hier war die Zeit wie stehen geblieben, denn Altbauten prägten das Gesamtbild von Evertown. John öffnete das erste Bier am heutigen Tage und nahm einen großen Schluck. Es erfrischte ihn, denn es war eisgekühlt. Er schaute um sich herum und konnte es nicht fassen wie schön die Welt doch sein konnte. Zwar war dieser Park der größte in Evertown, doch das war auch keine Leistung. Evertown hatte 1000 Einwohner- jeder kannte hier jeden. Und auch wenn sich nicht jeder mit jedem verstand, so respektierte man sich und ging seinen Weg. John hatte es noch nie erlebt, dass es eine Schlägerei oder schlimmeres in Evertown gegeben hatte und das wäre auch undenkbar gewesen. Hier gab es keine Polizei, denn keine war nötig. Die Leute hielten sich an die Gesetze, sie wurden nicht hinterfragt und alles war gut. John war neu in Evertown. Man hatte diese Stadt ihm empfohlen. Sein früherer Heimatort, New York, war zwar weltberühmt, aber Ruhe konnte man dort nicht finden. Als erfolgreicher Geschäftsmann konnte man dort sein Geld machen, aber auf so etwas wie Geld kam es in Evertown nicht an. In Evertown ging es um viel bedeutendere Werte wie Liebe und Anerkennung. Jede Fliege konnte hier unbeirrt umherfliegen, jeder Faulenzer konnte unbeschwert faulenzen und jeder Arbeiter konnte unaufgeregt arbeiten. John seinerseits gehörte wohl derzeit zu den Faulenzern, aber auch erst seit einigen Monaten. In New York hätte man ihn kritisch beäugelt oder noch schlimmer: als Sozialschmarotzer beschimpft.

 

Direkt neben dem Park befand sich eine große Eisdiele. Für einen Ort wie diesen viel zu gigantisch und doch war sie immer gefüllt. John, der inzwischen schon sein drittes Bier geleert hatte und verdutzt davon war wie langsam die Zeit vergehen konnte, packte seine Sachen wieder in seine Strandbox und lief zu der Eisdiele. Sie war bunt, ihr Schriftzug sah kindlich aus und alles schrie nach Lebensfreude. „Entschuldigen Sie, wie viel kostet hier eine Kugel Eis?“, fragte John selbstbewusst die Frau, die hinter dem Tresen stand. „Einen Dollar“, antwortete sie mit einem breiten Grinsen. „Weil Sie so nett gefragt haben, bekommen Sie heute eine Kugel umsonst.“ John war verdutzt. „Nein, nein. Eine Kugel reicht mir völlig aus. Was ich viel lieber hätte, ist Ihre Nummer.“ Flirten war in New York Johns große Stärke gewesen. Er war durchtrainiert, hatte kurze, braune Haare und sein Kleidungsstil war modern. Außerdem war er gerade einmal 25 Jahre alt. Die Frau von der Eisdiele entsprach genau seinem Beuteschema: sie schien eloquent und gewitzt und, das ist schließlich auch wichtig, sie hatte große Brüste. Sie hatte lange, blonde Haare, die zu einem Zopf zusammengebunden waren und knallrote Lippe. John dachte, sie sie genauso oder zumindest ähnlich alt wie er. „Wie bitte?“, antwortete sie schnippisch. John, der wusste, dass sie ihn genau verstanden hatte, dachte gar nicht daran aufzugeben. „Also, ich hätte gerne eine Kugel Eis und Ihre Nummer.“ Sie schien wütend zu werden. John wusste nicht, was er machen oder sagen sollte. Hinter ihm warteten einige Leute, die sich auch ein Eis bestellen wollten. Doch niemand von denen schien darüber empört oder gar genervt zu sein. In Evertown nahm man es einfach hin lange auf etwas warten zu müssen, wenn es denn nicht anders geht. „Oh, Sie wollen also meine Nummer. Nein, die bekommen Sie nicht. Sind Sie neu hier?“ John war die Situation sichtlich unangenehm. „Ja, ich komme aus New-York und bin hierhergezogen, weil man mir von dem Glück, dass in dieser Stadt herrscht, erzählt hatte.“ Sie lachte auf einmal laut auf. „Sie sind witzig. Welche Sorte wollen Sie?“ John blickte auf die verschieden Eissorten. Kunterbunt leuchteten Sie, sie schrien alle „Iss mich, iss mich“ und auch sie strahlten, wie alles in Evertown, eine gewisse Glückseligkeit aus. „Ich hätte gerne Banane.“ „In der Waffel oder im Becher?“ „In der Waffel wäre es mir lieber.“ Jetzt blickte sie ihn wieder grimmig an. „Das macht dann einen Dollar.“ John zog seinen Geldbeutel aus seiner Hosentasche und legte den Schein auf den Tresen. Sie drückte ihm die Eiswaffel in die Hand. „Lassen Sie es sich schmecken.“ „Danke, ich gebe mir Mühe.“ Verwirrt lief John von der Eisdiele weg zurück in den Park.

 

John setzte sich wieder auf seine Picknickdecke und aß den letzten Rest von seinem Bananen-Eis mit einem großen Bissen auf. Es war kurz vor 17 Uhr, doch die Sonne ließ sich davon nicht stören. Sie schien unentwegt weiter. Gedanken wie Man hat mir doch erzählt, hier seien alle freundlich oder Was ist hier los schwirrten ihm durch den Kopf. Beide Fragen konnte er nicht beantworten, denn das war sein erster Tag in Evertown gewesen.

 

 

 

TAG 2

 

Als John morgens in seiner neuen Wohnung aufwachte, schien die Sonne in sein Zimmer. Die Wohnung hatte drei Zimmer und war frisch renoviert. Hier in Evertown achtete man auf Perfektion. John zahlte pro Monat gerade einmal 300 Dollar Miete, was er als extrem wenig erachtete, da er in New York für eine genauso große Wohnung teils mehr als das zehnfache berappeln musste. Das Wetter hier war verrückt. Jeden Tag konnte man kein einziges Wölklein am babyblauen Himmel erkennen, es war wunderschön. John stand aus seinem Boxspringbett auf und ging auf seinen Balkon. Er zündete sich eine Zigarette an und schaute nach unten. Er sah ein Grüppchen von drei jugendlich aussehenden Frauen, die alle lachten und Spaß hatten. Von ihrer Zufriedenheit angesteckt, wank er ihnen zu und dachte, er würde ihnen damit eine Freude machen. Sie sahen es. Auf einmal war es vorbei mit der guten Laune. „Du scheiß Spanner!“, riefen Sie ihm wutentbrannt zu. Warum Spanner? Sie waren sexy angezogen, zumindest in den Augen von John. Sie trugen allesamt eine Schuluniform mit kurzen Röckchen. Doch John wollte nicht spannen. Immerhin waren die drei Mädchen auf einem öffentlichen Gehsteig unterwegs gewesen. Er wollte ihnen einen guten Morgen wünschen. Doch er merkte schon: hier in Evertown war einiges anders.

 

Erneut hatte John die Aggression und Empörung nicht verstanden. Doch wenn er nur daran dachte wie viel Stress und Arbeit er in New York gehabt hatte. Dagegen war es hier in Evertown geradezu himmlisch. Ich bin neu hier, deshalb sind die Frauen zu mir so abweisend. Hier ist und bleibt man unter sich. Kurz dachte er an den Horrorfilm Texas Chainsaw Massacre 3, der den Spruch Die Säge bleibt in der Familie etabliert hatte. In Evertown hatte das Glück eine Heimat gefunden und vielleicht waren die Menschen hier nur aufgrund ihrer Schrulligkeit und Eigenwilligkeit so lebensfroh.

 

TAG 3

Josefine war immerzu überaus glücklich. Jeden Tag war sie froh über das Leben, dass sie führte. Sie hatte einen gut bezahlten Job als Bankkauffrau und ihr Leben war nichts Besonderes, aber sie war dennoch dankbar für jeden weiteren Tag in dieser erquickenden Welt.

 

Es war ein Mittwoch, die Sonne schien in das Zimmer von Josefine. Sie stand auf, packte ihre Handtasche und blickte in den Spiegel. Verdammt, sehe ich umwerfend aus.  Sie trug eine kurze Hotpants, schwarz-weiße Sneakers und kurze weiße Socken. Ihr braunes Haar, welches leicht lockig war, glänzte so sehr, dass es vielleicht sogar andere Leute blenden könnte. Josefine überlegte, ob sie alles hatte. Handy, Kaugummis und natürlich Deo. Es wäre undenkbar, wenn einer ihrer Kunden auf die Idee käme, unter ihren Achseln würde ein miefender Wasserfall sein. Sie ging zur Tür, blickte noch einmal auf ihre kleine, beschauliche Wohnung und ging in den Gang. Da war ein Mann, er sah durchtrainiert aus und hatte kurze, braune Haare. Er blickte sie an. „Guten Morgen!“, rief er ihr zu. Josefine war empört. So etwas ekliges hatte sie selten erlebt. „Was ist denn los? Kann ich Ihnen helfen?“ Sie griff in ihre Handtasche, zog ein langes Küchenmesser hervor und rannte damit auf den Mann zu. Er wollte wegrennen, doch Josefine war schneller als er. Sie stürzte sich auf ihn und rammte ihn auf den Boden. Ihr Messer war an seiner Kehle. Sie flüsterte. „Ich weiß nicht, was mit dir nicht stimmt, aber Perverse wie dich braucht hier keiner.“ John keuchte. „Ich… ähm… weiß nicht genau was ich getan habe“, stotterte er. „Du weißt doch, wo du bist.“ „Ja, das weiß ich.“ „Dann weißt du auch was für Regeln hier gelten! DU WEISST ES!!!“ Er hatte furchtbare Angst. Sie griff mit ihrer linken Hand in seine Hose, zog sie ihm mitsamt der Unterhose herunter und packte seinen Penis. Das Messer, welches sie in ihrer rechten hatte, hielt sie direkt an sein bestes Stück. „Du weißt, was wir mit den Pimmeln von Perversen wie dir machen, oder?“ John wusste nicht was er machen sollte. Trotz seiner Aufregung machte es ihn auf eine seltsame Art und Weise geil, wie sie das Messer an sein Glied hielt, weshalb dieses schlagartig steif wurde. „Wir schneiden ihre Pimmel ab und verspeisen sie.“ Josefine meinte es ernst. Obwohl sie sehr laut redete und gebeugt mit einem Messer vor ihm und seinem erigierten Penis stand, kam niemand aus seiner Wohnung heraus. Niemand kam, um ihm zur Hilfe zu eilen. „Ich weiß nicht, was ich verbrochen habe.“ „Du weißt es ganz genau. Tu nicht so, du Arschloch!“ Genug der Worte. Langsam begann sie ihm den Penis abzuschneiden. Während sie das tat und John entsetzlich schrie, ejakulierte er ihr ins Gesicht. Das Sperma hielt sie jedoch nicht von ihrer Arbeit ab. Sein Penis musste entfernt werden. Noch immer schien niemand in dem Haus es für nötig zu halten ihm zu helfen.

 

Es war vollbracht. Sie hatte seinen Penis in der Hand und er konnte im Gegenzug in den Genuss einer riesigen Wunde kommen. Josefine führte den Penis langsam in ihren Mund. Mit einem Happen aß sie ihn, sie schien es zu genießen. Als sie fertig war, lief sie den Gang weiter und ließ ihn Höllenqualen leidend verbluten. Dieses perverse Schwein hatte das doch verdient.