Das blutige B

Ungeschönt und ehrlich: diese zwei Adjektive beschreiben meinen Blog wohl am besten. Hier schreibe ich frei Schnauze über alles, was mich bewegt oder aufregt. Keine politische Korrektheit. Keine Unwahrheiten. Nur meine Meinung. Zu diesem und jenem- ob es euch passt oder nicht. Falls ihr mehr über meinen Blog erfahren wollt, klickt hier

Themenvorschläge könnt ihr mir gerne per Mail an kontakt@DasBlutigeB.de senden.

Eure Meinung könnt ihr mir in der Kommentarsektion mitteilen.

Wichtig: Ich behalte es mir vor gesetzeswidrige Kommentare zu löschen. 

Immer auf dem neuesten Stand bleiben:

Wenn man dem "SPIEGEL" den Spiegel vorhält

Donnerstag, 9. Januar 2020 - in Politik


Das neue Design des Spiegels soll frischer und moderner wirken.

"SPIEGEL ONLINE" gibt es nicht mehr. Jetzt gibt es nur noch die Hausmarke "DER SPIEGEL". Diese Fusion wurde zum Anlass genommen gleich die ganze Website an das Layout der Printausgabe anzupassen. Klingt doch alles wunderbar, oder? Mitnichten. Schon in der Erklärung (hier zu finden), warum dem jetzt so sei, wird die politische Gesinnung des größten Nachrichtenmagazins Deutschlands offenbart: ein Rechtsruck, Donald Trump, die Klimakrise und der "Diskurs über die Glaubwürdigkeit der Medien" würden die Gesellschaft verunsichern. Im Endeffekt wird dem Leser nur einmal wieder klargemacht: wir sind strikt links, wahrscheinlich sogar noch linker als links. Das kann gerne so sein, aber warum steht "DER SPIEGEL" nicht offen zu seiner politischen Haltung? Und warum gibt es scheinbar außerhalb der Klimakrise und einem Rechtsruck keine Probleme mehr?


Der rechte Flügel entwickelt sich laut "SPIEGEL" zur Basis der AfD.

Wer meinen Blog öfters liest, weiß wie ich zu so einer Augenwischerei stehe. Zugegebenermaßen lese ich den "SPIEGEL" gern, eigentlich auch fast jede Woche und viele der in ihm veröffentlichten Artikel sind auch sehr lesenswert, aber trotzdem merke ich wie dem Magazin der Mut abhanden gekommen ist. Die Meinung des Establishments wird größtenteils Wort für Wort übernommen, eine kritische Auseinandersetzung findet nur noch selten statt. Wirkliche Enthüllungsgeschichten wie damals werden auch nicht mehr abgedruckt und irgendwie hat alles an Biss verloren. Dass "DER SPIEGEL"  zudem durch einen gewissen Claas Relotius  immens an Glaubwürdigkeit verloren hat, muss ich hoffentlich nicht mehr erwähnen. 

Neben einem der Kampagnenmotive zum www.spiegel.de-Redesign steht (Zitat): 

"In vielen Ländern der Welt feiern Populisten Wahlerfolge. Auch in Deutschland scheinen die Lehren der Vergangenheit an Kraft zu verlieren. Wir konfrontieren die Einflussreichen in der Politik mit ihrer Verantwortung."

Ich weiß gar nicht, wo ich da zuerst anfangen soll. Die Lehren der Vergangenheit (damit ist ziemlich sicher die NS-Zeit gemeint) verlieren nicht an Kraft. Noch immer ist es für mich wie auch für die meisten anderen halbwegs gebildeten Menschen unbegreiflich, was damals geschah. Der Holocaust ist ein furchtbares Ereignis gewesen, aber keiner vergisst das. Und das die AfD sich nicht stark genug von Neonazis distanziert, kann man auch kritisieren. Aber eine Verbindung zu damals zu ziehen, verharmlost meiner Meinung nach sogar den Genozid, den Adolf Hitler damals in die Wege geleitet hat. Aber das dient natürlich wieder der Message, die "DER SPIEGEL" vermitteln will: ihr könnt wählen, was ihr wollt, aber wählt bloß nicht die AfD.  


In ihrem neuen Buch "Handeln statt hoffen" stellt Carola Rackete die Demokrate in Frage. Für den "SPIEGEL" ist so eine Frau trotzdem "Captain Europe".

Ich weiß, dass es eigentlich unnütz ist, sich über ein paar Worte aufzuregen. Aber ich stehe für Meinungsfreiheit und ich merke, dass auch das größte Nachrichtenmagazin Deutschlands sich in Gefahr sieht. Die sinkende Auflage der Printausgabe ist Grund dafür, mit dem Online-Auftritt verdient man zwar gut, aber nicht gut genug. Und da ist es natürlich super mega gut, wenn man die Meinung der Mehrheit einfach aufsaugt und "objektiv" wiedergibt. Wunderbar. Wenn man das einmal erkannt hat, sieht man den "SPIEGEL" mit ganz anderen Augen. Das Kampagnenmotiv mit der "AfD" war nur ein Beispiel. Es gibt noch viele mehr. 

Kommentieren

 

Datenschutz