Das blutige B

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Irgendwo zwischen Schwuchteln und toxischer Weiblichkeit

Freitag, 24. Januar 2020 - in Allgemein


Ist "Schwuchtel" eine Beleidigung, wenn Schwule sie selber verwenden?

Im Jahr 2020 ist wirklich so ziemlich alles irgendwie schon eine Diskriminierung sondergleichen. Das hat auch meine absolute Lieblingsseite „bento“ erkannt.  Die beschäftigen sich in dem Beitrag „Kann man das Wort ´Schwuchtel´ auch nett meinen?“ mit unter anderem damit, ob man das Wort „queer“ derzeit zu oft benutzt oder nicht. Soll ich euch was beichten? Ich habe dieses Wort noch nie aktiv verwendet und es ist ein völlig unnützer Begriff. Seitdem es die LGBTQ+-Bewegung gibt, meint sowieso jeder er sei schwul, bi oder transsexuell. Früher waren Coming-Outs selten, heutzutage wundert man sich, wenn es mal eine Woche ohne gibt. Die meisten Leute (inklusive mir) haben kein Problem mit Homosexuellen und Transvestiten, solange sie einen in Ruhe lassen. Wir leben nicht im Mittelalter, kein Mann dieser Welt hat einen Scheißdreck zu befürchten, wenn er sich kleidet und schminkt wie ein Kanarienvogel. 

 

Mir geht nur diese Dauerthematisierung von solchen Banalitäten mittlerweile entschieden gegen den Strich. Den Leuten in Deutschland geht es entschieden zu gut, wenn sie sich darüber Gedanken machen, ob man das Wort „Schwuchtel“ auch nett meinen keinen. Im weiteren Verlauf des Artikels wird unter anderem darauf eingegangen, dass Schwule sich selbst ja auch als Schwuchteln bezeichnen und dass das ja dann den vermeintlich bösen Begriff verharmlosen würde. Das ist einfach nur logisch, da brauche ich keinen „bento“-Bericht drüber. Das Wort „Nigger“ wird von US-amerikanischen Rappern inflationär verwendet, die beleidigen sich damit ja auch nicht selber. Ich bin echt kein Sprachexperte, aber das muss ich auch nicht sein, um das als Selbstironie identifizieren zu können. Ich verstehe wirklich nicht warum solche Artikel geschrieben werden. Für viele Eltern ist es heute schon eine Diskriminierung, wenn man seinem Sohn Action-Figuren und keine Barbie-Puppen kauft. Ich bin für Gleichberechtigung, aber nicht für eine systematische Gleichmachung. Natürlich sollten auch Jungen mit Barbiepuppen spielen dürfen, das sollten sie jedoch selbst entscheiden.


Auch Spotify gendert seit Neuestem. 

Der Gender-Wahn hat sich auch schon beim Musik-Streamingdienst meines Vertrauens, Spotify, bemerkbar gemacht. Neuerdings steht nicht mehr “Künstler suchen” in der Suchleiste, sondern “Künstler/innen suchen”. Das ist freilich völlig irrelevant, wenn ich besoffen dasitze und mir nur ein paar Partyschlager a la “Dicke Titten Kartoffelsalat” reinpfeifen will, doch was will Spotify uns damit sagen? Es war auch schon davor ersichtlich, dass mit “Künstler” auch weibliche Interpreten (ich gender das bewusst nicht zu Interpretinnen) gemeint sind. Welche Frau dieser Welt fühlt sich bitte von was allen Ernstes diskriminiert? Mittlerweile haben auch die meisten Blogger schon einen Maulkorb, niemand traut sich mehr was. Irgendwen könnte man ja mit seinen Worten zutiefst verletzen.  


Ultra-Emanze Hanna ist leider nicht die einzige in der "bento"-Redaktion, die nicht mehr ganz richtig im Kopf ist.

Doch das “bento” wäre nicht das “bento”, wenn es die politische Korrektheit nicht auch in anderen Artikeln bis zum Anschlag ausreizen würde.  Im Videobeitrag “Lasst uns über toxische Weiblichkeit sprechen” geht man noch ein paar Schritte weiter. Die Überschrift klingt eigentlich interessant, dennoch artet das ganze recht schnell aus. Toxische Männlichkeit würde durch falsche Rollenbilder in der Kindheit entstehen, das würde zu mehr sexuellen Gewaltdelikten und höheren Suizidraten bei Männern führen. Das ist keine Annahme vom “bento”, das wissen die. Ich halte das für derart hirnrissig, ich kann das kaum in Worte fassen. Der Mann ist nun mal (das liegt zu einem großen Teil am Hormonhaushalt) anders gestrickt als Frauen. Wären Männer nicht aggressiver und gewaltbereiter als Frauen, gäbe es die Menschheit schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Wer auf die Jagd geht, darf sich eben nicht zu zimperlich sein, um einem Tier die Kehle aufzureißen. Männer haben mehr Testosteron, Frauen mehr Östrogen- das weiß jeder. Außer das “bento”. Die denken wir sind alle gleich, es gibt einfach keine Unterschiede. 

 

Das Video geht dann aber direkt zum eigentlichen Thema, der toxischen Weiblichkeit, über. Die gibt es natürlich auch nur kulturell bedingt, das wird kleinen Kindern wohl mithilfe der Erziehung praktisch eingeimpft. So seien Schönheitsideale, die die Gesellschaft vorgibt, der Grund, warum Frauen ein geringeres Selbstwertgefühl als Männer haben würden. Vielleicht sollte man manchen Frauen auch einfach das Denken beibringen. Die Moderatorin des Videos Hanna erklärt, dass sie bis Mitte 20 dachte ihr Selbstwert hinge davon ab, von einem Mann Bestätigung zu bekommen. Schon doof, wenn man sowas denkt. Es kann gut sein, dass viele Frauen so einen Schmarrn denken, das liegt aber nicht an “toxischer Weiblichkeit” oder sonst irgendwas, sondern an deren unheilbarer Blödheit. Außerdem würden viele Frauen an Überlastung leiden, weil viele neben dem Job noch die Hausarbeit übernehmen. Ich dachte immer, die wollen das so? Diese ganzen Emanzen meinen doch Karriere machen zu müssen, also müssen sie auch damit rechnen Stress zu haben. Wenn es nach dem alten Rollenbild der 50er und 60er ginge, hätten diese “überlasteten” Weiber deutlich weniger zu tun. Das wird jedoch von allen Seiten als antifeministisch und antiquiert verteufelt.  

Auf den Rest vom Video möchte ich nicht näher eingehen. Ich habe mir das Video bis zum Schluss angesehen und in einen Kuhfladen zu treten fühlte sich deutlich angenehmer an. Ich würde mich freuen, wenn die Redaktion vom “bento” mir mal 1000€ überweist. So viel Werbung wie ich für diese Scheiße mittlerweile mach, wäre das durchaus angebracht.  

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