Das blutige B

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Ein Stern, der bald keinen Namen mehr trägt

Sonntag, 5. Januar 2020 - in Allgemein


Der erste vollelektronische Mercedes EQC sieht schön aus, interessiert aber keinen. 

Man stelle sich das doch einmal vor: in einer Zeit, in der Benziner sowas wie Frevel an der Religion der Klimajünger sind, bekommt es der Erfinder des Automobils, Mercedes Benz, nicht zustande ein E-Auto auf dem Markt zu positionieren. Gerade einmal 19 Käufer entschieden sich im November 2019 dafür sich einen EQC zuzulegen. Der EQC ist der das erste waschechte Elektro-Fahrzeug von Mercedes, ein SUV. Euch fällt etwas auf: war der SUV nicht das verteufelte Vehikel des konsumgeilen Angebers, das man verbieten wollte? Unnötig, groß und überhaupt nicht minimalistisch, das Gegenteil jeglicher vorgeschriebener Vernunft. In meinen Augen mutet das alles etwas absurd an. Wer Vernunft predigt, fährt elektisch. Oder ist das nun anders? Sollte es 2020 nicht viel eher heißen: "Wer Vernunft predigt, fährt einen elektischen SUV"?


So ein E-Auto ist nicht unbedingt der Inbegriff von Komfort. 

Hinzu kommt, dass Mercedes sich zu lange auf seinen Lorbeeren ausgeruht hat und doch etwas vom Kuchen namens E-Auto abhaben wollte. Was kann da schon schiefgehen? Jeder kennt Mercedes und jeder verbindet Mercedes mit deutscher Qualitätsarbeit, sowie schönen und luxuriösen Autos. Nur war eben Tesla Mercedes und Konsorten wie beispielsweise Audi einen großen Schritt voraus. Das Tesla Model 3 wurde im September 2019 satte 1.516 mal zugelassen- das ist eine ganz andere Dimension als 19 Fahrzeuge. Tesla ist im Bereich E-Mobilität ein Vorreiter, wohl auch der einzige. Der Markt ist gesättigt, weil derzeit nur ein paar wenige wirklich auf strombetriebenes Fahren vertrauen. Die geringe Reichweite, zu lange Ladezeiten und hohe Anschaffungskosten sind der Grund dafür. Auch wenn man mit dem EQC laut Mercedes 445 Kilometer zurücklegen kann, so muss man doch bei einer längeren Autofahrt einige längere Pausen einplanen und kann nicht einfach schwupsdiwupps zur Tankstelle, um rasch mal voll zu machen. Das schreckt viele Leute ab, bei mir wäre das übrigens nicht anders. 


Wie oft der EQC wohl im Gebirge benutzt wird? Meinen aussagekräftigen Schätzungen zufolge gar nicht. 

Der herbe Misserfolg des EQC ist für Mercedes ein Schlag ins Gesicht und zugleich ein Beweis dafür, dass E-Mobilität trotz großer Bemühungen seitens der Hersteller oder der Politik noch in den Kinderschuhen steckt. Noch ist die Technologie schlichtweg nicht weit genug entwickelt, um sich im Alltag gegenüber dem klassischen Benziner zu beweisen. Es ist eine Frage der Zeit bis sich das E-Auto durchsetzen wird- aber derzeit ist es einfach noch zu früh. Erst wenn die Nachteile minimiert sind und ein Auto wie der EQC wirkliche Vorteile vorzuweisen haben, ist die Zeit gekommen. Aber auch wirklich erst dann.