Warhammer 40.000: Der Aufstand

KAPITEL 1- TOD UND VERDERBEN

 

Das geschah bisher:

Lord Kajaak und dessen Space-Wolves befinden  sich in einem grausamen Krieg mit den Tyraniden. Als sie zu verlieren scheinen, planen sie einen Aufstand, der den allmächtigen Imperator Grus dazu aufrufen soll alle Tyraniden umzubringen…

 

Ob es die richtige Entscheidung wäre, diesen Aufstand durchzuführen, bin ich mir nicht mehr so sicher. Meine Truppe würde auf anderem Wege aber verlieren und ihr Leben und ihre Würde ins eigene Grab tragen. Morgen würde ich als letztes Ass in die Schlacht gegen die Tyraniden wandern, um letztendlich vielleicht dem Aufstand aus dem Weg zu gehen.

Es klopfte. „Herein“, rief ich. Ein Ultramarine-Soldat  stolzierte herein. „ Der Imperator weiß von ihrem Plan, Kajaak.“ Dann packte er mich am Kragen und schleuderte mich gegen eine Wand. Blutend griff ich nach meinem Blaster. Ehe ich diesen aber in den Händen halten konnte, trat mir der Ultramarine auf meine Hand. Wegen seiner tonnenschweren Rüstung war sie schlagartig wie gelähmt. „Lassen Sie es, mein Herr. Krieg ist keine Lösung“, stellte ich fest. Dann schnappte ich mir schnell mit der anderen Hand meinen Blaster und  schoss auf ihn. Es konnte ihm nichts anhaben, nicht ein Kratzer war wahrzunehmen.  Einen Moment war ich unaufmerksam und genau dann begann er mich zu würgen. Ich lief rot an. Kurz bevor ich gestorben wäre, ließ er mich fallen. „Denken Sie nicht, dass  Sie eine lange Zukunft haben werden.“  Mit diesen Worten verdünnisierte er sich schneller als etwas dazu sagen konnte.

Von was hatte der Ultramarine am Anfang geredet? Der Imperator weiß von dem Aufstand? Das dürfte nicht wahr sein. Dann wäre das Schicksal der Space Wolves  besiegelt. Gar nicht auszumalen, was er mir für Qualen zuleide kommen lassen würde.  Ich könnte mich nicht einmal dagegen wehren, wie ich eben gemerkt habe. Aber was helfen mir diese hirnrissigen Gedanken? Handeln muss ich und zwar sofort!

Da war er, mein uralter Space-Wolve-Anzug. Wohl oder über musste ich Grus töten, um den Krieg zu beenden. Wie ich das schaffen sollte war mir nicht klar.

 

KAPITEL 2: BJÖRN WOLFSKLAUE

 

Lord Kajaak und dessen Space Wolves befanden sich in einem grausamen Krieg gegen die Tyraniden. Als sie zu verlieren schienen, planten sie einen Aufstand, der den allmächtigen Imperator Grus dazu bringen sollte, alle Tyraniden umzubringen. Ein Ultramariner versuchte anschließend  den Lord zu töten und behauptete, dass der Allmächtige bereits von ihrer Idee Wind bekommen hatte. Letztendlich kommt er noch knapp mit seinem Leben  davon. Sein Ziel ist es nun, Grus an die Gurgel zu gehen und selbst Herrscher des Universums zu werden, um alle Tyraniden auslöschen zu können…

Steif stand ich im Teleporter. Mit diesem wollte ich zu dem Imperator gelangen und ihm daraufhin das Leben zu nehmen. Ich drehte an der roten Kurbel, auf der in Druckschrift Los  eingeritzt war.  Schon schnell sauste ich durch die Galaxie, mit der Hoffnung, dass  Grus in seiner Festung hausen würde. Plötzlich stoppte es. Normalerweise war der Teleporter unbedenklich, da war ich mir sicher. Letztendlich entschied ich mich auszusteigen.

Das Gerät hatte keinen Defekt. Ich befand mich nämlich auf dem Planeten des Allmächtigen. Er war komplett mechanisch, was blendend zu seinem Besitzer passte.  Langsam schlich ich zur Festung empor und mit meiner schweren Rüstung kam mir der Weg unendlich lang vor. Ich blieb stehen. Würde es mir überhaupt etwas bringen, wenn ich gegen ihn  antreten würde? Was wäre wenn der Ultramariner Recht hatte? Fragen über Fragen, auf die ich beim besten Willen keine Antworten fand. „Das schaffen Sie, Sir!“ Es hörte sich ganz nach Björn Wolfsklaue an, dem ältesten Krieger der Space Wolves. Als ich mich umdrehte, stand ein Cybot vor mir. Er musste wohl so schwer verwundet worden sein, das er nicht mehr ohne diese metallerne Modifizierung überlebt hätte.

„Ich helfe ihnen“, sprach er langsam zu mir. „ Wir werden die Ehre der Wölfe zurückholen!“ Was Björn sagte, musste stimmen. „Gut. Dann arbeiten wir ab sofort zusammen."

 

KAPITEL 3: DER FALSCHE FEIND

 

Langsam stapften wir zur Festung des Imperators. Keiner von uns sprach auch nur ein Wort, zu groß war die Gefahr, von einem Trupp des Ultramariniren erwischt zu werden.  Björn wusste von den Gefahren, die uns ereilen könnten. Vor 50 Jahren war er der Lord der Space-Wolves gewesen, bis er in der Anfangsschlacht gegen die Orks schwer verwundet wurde und nie wieder gesehen worden war. Nach diesem jähen Ende seiner Amtszeit wählte man mich, Ludolf van Kajaak, für diesen Posten. Ob er als Cybot besser wäre als damals wusste ich nicht, aber ich wusste, dass ich ohne ihn keine Chance gegen den Grus hätte.

Wir erreichten schnaufend das Gemäuer. Ein riesiges Tor versperrte uns den Weg.  Mein Kumpan ging langsam in die Nähe des Tores. „Hmm“, murmelte er. „Mit meinen Klauen werde ich das schaffen.“   Ich nickte. Und er holte aus. Mit einer Wucht zerschellte es. Wenn sie diesen Schlag nicht gehört hatten, müssten wir uns Sorgen um deren Gehör machen.

Ein gigantischer Hof lag vor uns. Ein wenig verängstigt war ich schon. „Da seid ihr ja“, hallte eine Stimme durch den Raum. Björn und ich schauten in alle Richtungen, aber wir konnten niemanden sehen. Plötzlich krachte es. Jetzt konnten wir es sehen. Vor uns stand Imperator Grus. Über 80 Meter groß und mit einer riesigen Maschinenpistole ausgestattet. „Sterbt!“

 Wie sollten wir das denn schaffen? Ich hatte mir ihn ein wenig kleiner vorgestellt. „Kajaak“, sprach Björn. „Renn in die Festung und zerstöre sie!“  „Warum sollte ich das tun?“ „Mach es einfach!“ Ich rannte schnell in sie hinein. Selbst hinter dem Gemäuer konnte man noch die Explosionen der draußen stattfindenden Schlacht wahrnehmen. Völlig verloren schoss ich währenddessen alles zu Brei was es zu zerstören gab.

Besser hätte ich mich ein wenig umgeschaut, denn vor mir stand nun eine ganze Armee voller Ultramarinire. Sie hatten alle ihre Waffen auf mich gerichtet.  Einer von ihnen lief auf mich zu. „Dein Freund ist nicht sehr helle“, sprach er. Stotternd fragte ich warum. „Der Typ gegen den er kämpft ist nicht der Imperator, sondern ein lausiger Gigabot.“  Das konnte nicht real sein. Wir kämpften gegen einen schlichten Gigabot. Ich hoffte, Björn würde das bald bemerken.


KAPITEL 4: BJÖRNS RACHEFELDZUG

 

Wie wild begannen sie auf mich zu schießen.  Zwar konnte ich ein paar mit meiner Kettensäge in zwei Teile hacken, aber  im Endeffekt war ich ihnen hoffnungslos unterlegen. „Fahr zur Hölle!“ Drei weitere Ultramarinire fanden ein jähes Ende. Wahrscheinlich ging es Björn nicht besser wie mir und Grus würde doch überleben. Das dürfte nicht passieren! Mit voller Wut packte ich einen Ultramariner und schleuderte ihn gegen seine Kollegen.  Was ich nicht verstand war,  warum auf einmal alles in die Luft ging. Viele Gedanken konnte ich mir nicht mehr darüber machen, denn ich musste schnell aus der Festung flüchten, um mein Leben sichern zu können. 

Schnaufend stand ich nun neben Björn. Er schaute zu mir. „Gute Arbeit, mein Freund!“ Der Gigabot sah schon schwer verwundet aus. „Hast du schon bemerkt, dass das nicht der Imperator  ist?“  Der Cybot blickte mich verwundert an. „Das ist gar nicht Grus?“ „Nein,  das ist nur ein Gigabot“, antwortete ich ihm. „Wenn das so ist.“ Er kramte eine Schleuder in der eine Granate sich befand aus einem Fach in seinem Anzug und schleuderte sie  auf das Monstrum. Der ganze Hof erzitterte. „Was hast du gemacht?“ Björn aber wollte mir nicht antworten und verschwand.

Dann musste ich eben alleine den Imperator zur Strecke bringen. Aber wo befand sich dieser?  Wahrscheinlich wusste er tatsächlich von meinem Plan und war geflüchtet. Und wo flüchtet man in so einem Fall hin? Gott, nein! Ich hätte wetten können, dass er gerade dabei sein würde alle meine Space Wolves zu töten.  Egal  was es kostete, ich musste zur Erde zurückkehren, aber schleunigst!

So rasant wie ich zum eigentlichen Sitz des Allmächtigen gekommen war, kam ich auch wieder zurück. Das Schlachtfeld war leer. Zumindest auf den ersten Blick. Erst dann offenbarten sich die zahlreichen Leichen meiner Soldaten. Meine Vermutung hatte sich also bewahrheitet. Schnell rannte ich zu meiner Hütte und in ihr stand Björn.

In seiner Hand hielt er einen nach Gnade lechzenden  Krieger, der zu meiner Truppe gehört hatte. „Björn, was soll das?“, schaute ich ihn entgeistert an. „Willst du es noch länger geheim halten, Kajaak? Du hast damals ein Attentat auf mich ausgeübt, um vor allen als Chef der Space-Wolves dazustehen. Aber nicht mit mir!“ Mit seinen Krallen fetzte er meine gesamte Rüstung durch. Nun stand ich nur noch in meinem ehrenvollen Umhang da.

„Gut, ein Punkt für dich. Es ist wahr, das ich dich damals umbringen wollte, nur um mein jetziges Amt ausüben zu können“, gestand ich. Im Inneren wusste ich aber, das er nun sterben würde. Mit meiner rechten Hand griff ich  nach einer Bazooka und mit der linken nach einem Blaster. Beide drückte ich gleichzeitig ab. „Stirb, Björn! Hahaaa!“ Sein Blut und seine Gedärme wirbelten durch die Luft. Er war also Geschichte. Leider dank ihm auch meine gesamte Besatzung.


KAPITEL 5: SIEG DER TYRANIDEN

 

Ich hätte es nie für möglich gehalten, das so etwas hätte passieren können. Nun ist es passiert und meine gesamte Truppe  schwebt seelenlos irgendwo umher. Die Tyraniden lachten seitdem nur noch über uns Ehemalige. „Tausende Wölfe von einem Wolf geplättet, hahaa!“ Solche und weitere nervige Sprüche muss ich Tag für Tag über mich ergehen lassen, denn ich wurde von ihnen versklavt.  Wenn ich die Kraft hätte, würde ich sie alle auf der Stelle niedermetzeln. Mein Stolz, meine Würde und noch mein Ansehen vom Imperator waren nun weg.

„Komm herein, du Nichtsnutz!“, brüllte mich ein Tyrannofex an. „Wisch den Boden!“ Nein, ich wische jetzt nicht den Boden, dachte ich und packte ein letztes Mal meinen Blaster und schoss auf ihn. Sein Körper platzte auf   und sein Blut flog durch die Luft. Okay, dann mach ich mich schnell aus dem Staub, weil ein Sklave darf so etwas nicht.

written by: Lil Bunna