Karlos und ich in einer Welt ohne Liebe

Schmerz kommt und geht, genauso wie die Liebe. Ich, Sargent Pfeffer, musste das schon mehr als oft feststellen. Drum war es für mich gar keine Frage, ob es wichtig war, das mein bester Freund gestern elendig und qualvoll gestorben war. Nein, es war nicht wichtig. Arg viel mehr als einen Seufzer war es nicht wert, da war ich mir sicher. Ihn hatte es doch auch nie gekümmert, wenn ich einmal wieder fast von einer Flotte irrer Massenmörder umgebracht wurde. Es hat ihn einen Dreck geschert. Das ich es schon zigmal überlebt habe war laut ihm der eindeutige Beweis dafür, dass ich unverwundbar und nicht tot zu kriegen sei. Das dies nicht immer der Fall war und man sich wohl kaum auf diese Devise verlassen konnte, steht außer Frage. Ich hatte die Schlacht gegen die intergalaktischen Neutronen nicht überlebt, wäre Diddie nicht zu mir geeilt, um mich zu retten. Ich musste auf dem X-898, einem Planeten, der von Sprins, einer Art Formwandler besiedelt war, mehr als 10 Monate gepfegt werden, nur um auch nur den Hauch einer Chance zu überleben zu haben. Das ist also Unverwundbarkeit? Wenn das zutrifft, könnt ihr mich ab sofort Gustav Gans nennen. Jener Diddie, welcher mir mein Leben gerettet hatte, war der Vater von meinem gestern elendig verstorbenen besten Freunds. Sein Name war Karlos Bruizko. Er hat mir immer zur Seite gestanden und war eine durchaus symphatische Person. Leider war er fast zu hundert Prozent Schuld an seinem Ableben. Er hatte seine Ehre komplett hinter sich liegen lassen und einem Marsdolaner namens Rustlus Bikasso bei dessen Flucht von den Kopftgeldjägern von New China-Town zu flüchten. Das war naiv, denn er war auf eine List von Rustlus hereingefallen, die weder genial noch schwierig als List zu erkennen war. Rustlus hatte behauptet, das die Kopfgeldjägner ihn ausschließlich wegen einer Lüge des Auftraggebers suchen würden und er einen völlig unschuldigen Marsdolaner darstellen würde. Unter diesem Vorwand wollte Karlos einem angeblich Unschuldigen helfen und vergaß bei diesem eigentlich grundsoliden Gedanken die Richtigkeit der Aussagen von Rustlus zu hinterfragen. Gestern hatte es also (als die beiden in einer Pension verweilten) Rustlus geschafft, Karlos brutal zu foltern, um später dessen Leiche den Kopfgeldjägern zu übergeben. Ich hatte ihn seit ich ihn kenne immer davon abgeraten, gutmütig zu Fremden zu sein. Er wollte nicht hören und es kam wie es kommen musste. Ich denke nicht, dass ich etwas falsch gemacht und hoffe solchen Situation aus dem Weg gehen zu können.
written by: Lil Bunna