Der bunnasche Blog über dieses und jenes

Ungeschönt und ehrlich: diese zwei Adjektive beschreiben meinen Blog wohl am besten. Hier schreibe ich frei Schnauze über alles, was mich bewegt oder aufregt. Viel Spaß beim Lesen!

Eine Ode an die CD

Sonntag, 23. Juni 2019


Wie habt ihr Musik in eurer Kindheit konsumiert? Ich denke den meisten wird es wie mir ergangen sein: ich hatte eine Handvoll CDs und Kassetten und die mussten genug sein. War ja schließlich auch teuer sich die neuesten musikalischen Ergüsse der Lieblingskünstler zu kaufen und als Kind hatte man ja eh weder Ahnung noch Geld. Heutzutage sieht die Welt, wie in vielen anderen Aspekten auch, komplett anders aus. Wir leben in einer Zeit in der Musik keinen Wert für den Hörer mehr hat und man mit einem einfachen Abonnement praktisch jeden erdenklichen Song der Menschheitsgeschichte hören kann. Die Preise für ein derartiges Abonnement sind erschwinglich, für den Verbraucher ist das ein wahrer Segen. Für das Sammlerherz eher weniger- doch leider kann man sich dem Streaming Wahn gar nicht mehr entziehen. Entweder man geht mit der Zeit oder man muss mit der Zeit gehen- so ist das eben. Und einerseits finde ich es super ständig und überall meine Lieblingsmusik hören zu können, andererseits merke ich aber auch wie sich mein CD-Regal immer langsamer füllt- und das obwohl ich mich selbst auch als Sammler bezeichnen würde.

Für mich ist Musik mehr als nur das fröhliche Hintergrundgedudel, dass einem das Radio gerne mal zu vermitteln versucht. Musik ist eine reine Emotionsangelegenheit, ohne Musik wäre es in dieser Welt nicht nur still, sondern auch irrsinnig langweilig. Das sage ich natürlich auch aus eigenem Interesse als Rapper, jedoch lebe ich nicht von meiner Leidenschaft. Ich habe die absolute Narrenfreiheit- und das gefällt mir. Auch wenn Musik für mich einen Wert hat baller ich die meisten Sachen kostenlos ins Internet und hoffe stillschweigend in meinem Kämmerchen das ein paar wahnwitzige Leute sich den Scheiß reinpfeifen. Das ist ein Spirit, der vielen Leuten fehlt und den viele nicht verstehen- ob jung oder alt, ganz gleichgültig. Aber nichtsdestotrotz ist eine CD oder besser noch eine Schallplatte etwas ganz Einzigartiges und in vielerlei Hinsicht auch Wundervolles. Man hat etwas in der Hand für das man sich bewusst entschieden hat, man hat wirklich sein hart verdientes Geld in dieses Album investiert. Für einen persönlich entsteht da natürlich ein viel höherer ideeller Wert als bei einem schlichten Spotify-Stream.

Aber ich muss euch rechtgeben, wenn ihr jetzt sagt: Spotify ist doch viel praktischer als so eine sperrige CD. Das ist leider absolut wahr. Einfach rasch das Handy mit Bluetooth an die JBL-Box oder den Auto-Lautsprecher koppeln und direkt kann der Spaß losgehen. Millionen von Titeln. Nicht nur allerhöchstens 25 auf einem Datenträger. Deshalb kaufe ich die meisten CDs nur noch aus reiner Sammelwut und nicht um sie tatsächlich anzuhören- so ist das eben. Insofern hat die CD dann bei mir auch noch einen relativ hohen Stellenwert, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ob physische Medien ausgedient haben? Lasst uns in die Zukunft schauen, dann wissen wir es.

1 Kommentar zu "Eine Ode an die CD"

Kommentieren

 

Datenschutz